Thammer Haus - Begegnung.Tradition.Kultur
Durch die interkommunale Zusammenarbeit des Marktes Winklarn im Projekt LeerstansOFFENSIVE (mittlerweile übergeleitet in die ILE Brückenland Bayern-Böhmen) ist mit tatkräftiger Unterstützung durch das Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ das Projekt „Sanierung des ehemaligen Thammeranwesens“ entstanden.
In der Amtszeit von Altbürgermeister Hans Sailer hat der Marktgemeinderat im April 2013 das gesamte Anwesen am Marktplatz von Winklarn erworben. Die Familie Thammer hat die Marktgemeinde unterstützt und für einen obligatorischen Kaufpreis Ihr Elternhaus dem Markt übereignet. Es wurde eine Machbarkeitsprüfung für den Markt Winklarn mit Bürgerbeteiligung durchgeführt, um den Bedarf für die Marktgemeinde an Wohnungen und öffentlich nutzbarem Raum im Thammeranwesen zu ermitteln.
Die Erste Bürgermeisterin Sonja Meier, der Marktgemeinderat Winklarn und die Verwaltung haben in der Amtsperiode 2014 bis 2020 große Anstrengungen unternommen, um die Sanierung des Thammer Hauses zu verwirklichen. Am 23. Juni 2017 war der offizielle Baustellenbeginn. 2 ½ Jahre später am 25. Januar 2020 wurde das Thammer Haus gesegnet und offiziell eröffnet. An diesem für die Marktgemeinde Winklarn geschichtsträchtigen Tag konnte es seiner Bestimmung übergeben werden.
Diesen gelungenen Umbau verdanken wir den insgesamt sechs Förderstellen, die zusammen mit der Marktgemeinde Winklarn die Gesamtsanierungskosten finanziert haben.
Wir danken hier allen Förderstellen, die zusammen mit uns - der Marktgemeinde Winklarn - an einem Strang gezogen und gemeinsam nach einer für uns finanzierbaren Lösung gesucht und die auch gefunden haben.
Es waren folgende Förderstellen beteiligt:
- Städtebauförderung, vertreten durch die Regierung der Oberpfalz
- Denkmalpflege - Entschädigungsfond
- Denkmalpflege - Bayerische Landesstiftung
- Bezirk Oberpfalz
- Landkreis Schwandorf
Für die Einrichtung der „Anlaufstelle für ältere Menschen“ im Thammer Haus hat die Marktgemeinde Winklarn eine Förderung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten.
Steter Begleiter an der Seite des Thammer Hauses, an der Seite des Marktgemeinderates, der Firmen und Nachbarn war Architekt Christian Schönberger, Oberviechtach, so dass nach 2 ½ jähriger Zeit der Sanierung der erste Teil des Thammeranwesens auf Grundlage der Bauphase von 1880 detailgetreu wiederhergestellt werden konnte.
Das Thammer Haus ist ein Vorzeige- und Anschauungsobjekt zugleich geworden. Nachfolgende Generationen können im Thammer Haus erleben und fühlen, wie man vor über 100 Jahre hier gelebt und gewohnt hat.
Zahlreiche Gäste sind der Einladung zur offiziellen Eröffnung des Thammer Hauses gefolgt. Eine besondere Auszeichnung für die Marktgemeinde Winklarn war der Besuch des Staatsministers der Finanzen und für Heimat – Staatsminister Albert Füracker. Als weitere Gäste konnten u. a. begrüßt werden:
- Bezirkstagspräsident Herr Franz Löffler
- Landrat Thomas Ebeling sowie die Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke
- Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder und Karl Holmeier
- Landtagsabgeordneter Alexander Flierl
- Herr Oberkonservator Raimund Karl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- Herr Dr. Hubert Schmid, Leiter der Abteilung Städtebauförderung der Regierung der Oberpfalz
- Ministerialrätin Frau Sandra Brandt vom Bayerischen Staatministerium der Finanzen und für Heimat aus München
- Vertreter der Stadt Plasy Herr Jirschi Prantner, Kooperationspartner für das Zentrum für Baukultur und Denkmalpflege aus dem Nachbarland Tschechien
- Projektleiterin Frau Carina Wagner vom ArchaeoCentrum Bärnau
- Professor im Masterstudiengang Historische Bauforschung Herr Dr. Peter Morsbach von der OTH Regensburg
- Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl
- Kreisheimatpfleger Ludwig Berger
Zitat Erste Bürgermeisterin Sonja Meier:
„Im Herzen von Winklarn, direkt am Marktplatz ist ein Schmuckstück entstanden, dass darauf wartet mit Leben erfüllt zu werden. Ich hoffe und wünsche mir und uns, dass das Thammer Haus seinem Namenszusatz „Begegnung. Tradition und Kultur“ gerecht wird. Ich wünsche dem Haus, dass hier viele schöne Begegnungen stattfinden. Dass hier Tradition spürbar und erlebbar wird. Und das hier Kultur gelebt wird. Dieses Haus soll den Vereinen und Gruppierungen der Marktgemeinde Heimat sein und werden – aber auch über die Marktgemeindegrenze und die Landkreisgrenze hinaus soll dieses Haus künftige Nutzer erfreuen und inspirieren.“