Das Waldweiblein
Ein Bauer aus Haag bei Muschenried ging vor langer Zeit einmal von Tiefenbach aus nach Hause. Da schlich plötzlich aus dem Gebüsch ein Waldweiblein herzu, fasste ihn bei der Hand und führte den Widerstrebenen in den Wald hinein. Unter einem großen Felsen zeigte sie ihm einen Weidling (Milchtopf) voll glänzender Goldstücke. Schon wollte er sich danach bücken. Da schien es ihm plötzlich, als stürze der Felsblock auf ihn nieder. Entsetzt sprang der Mann davon, ohne von dem Gelde zu nehmen. Da erhob das enttäuschte Weiblein ein herzzerreißendes Weinen und Schreien. Als der Bauer sich umwandte war das Holzfrauerl mit seinem Golde verschwunden.